Hypnose

Wohl kaum ein Bereich im Umfeld der Persönlichkeitsentwicklung ist mit derartig viel Missverständnissen behaftet wie dieser. Deshalb vergiss bitte zunächst alles, was du aus dem Bereich der Show- bzw. Bühnenhypnose oder Ähnlichem kennst; mit unserem Verständnis von Hypnose hat das nämlich nicht das Geringste zu tun.

Zunächst einmal ist Hypnose, oder auch Trance, ein völlig alltäglicher Zustand und prinzipiell nichts anderes als Fokussierung von Aufmerksamkeit. Diese wiederum bestimmt unser Erleben, und zwar ausschließlich. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass alles, was nicht im Fokus unserer Aufmerksamkeit liegt, für uns gerade nicht existent ist. Kleines Beispiel gefällig?

Wie fühlt sich der Stuhl an, auf dem du gerade sitzt? Wie nimmst du die Kleidung an deinem Oberkörper wahr? Wie den Boden unter deinen Füßen? Und wie erlebst du gerade die Außentemperatur auf deiner Haut?

Natürlich hast du jetzt all diese Dinge wahrgenommen – bevor du die Fragen gelesen hast, jedoch sehr wahrscheinlich noch nicht. Du hattest deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes gerichtet und damit so etwas wie eine körperliche Unempfindlichkeit erzeugt – einfach durch Umfokussierung von Aufmerksamkeit. Dieses Prinzip wird z. B. in der Arbeit mit Schmerzpatienten oder in der zahnärztlichen Hypnose sehr erfolgreich angewandt. Es handelt sich dabei übrigens wahrlich um keine neue Entdeckung, denn in der schamanischen Idee „Energy flows where attention goes“ findet es sich schon seit weit über zehntausend Jahren wieder.

Was aber, wenn sich unsere Aufmerksamkeit wie von selbst, quasi ohne unseren willentlichen Einfluss, auf einengende Bewertungen oder Überzeugungen fokussiert und wir das dann als Problem erleben? Das äußert sich dann sowohl in unerwünschten Verhaltensmustern (z. B. Nägelkauen, unkontrolliertes Essen oder Trinken, Rauchen etc.) als auch in nicht oder nur schwer kontrollierbare Gefühlszuständen (z. B. Ängste aller Art, Wut, Nervosität etc.) bis hin zu körperlichen Symptomen.

Einen solchen Zustand der unwillkürlichen Absorbiertheit in nicht gewünschtem Erleben bezeichnen wir als Problemtrance oder auch Dystrance. Obwohl wir praktisch immer und nachweislich über lösungsförderliche Kompetenzen verfügen, geraten sie in diesen Momenten aus dem Fokus der eigenen Aufmerksamkeit. Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes ausgeblendet und stehen uns nicht zur Verfügung. Dies gilt sogar für funktionale Muster, die man selbst schon erfolgreich praktiziert hat.

Unsere Arbeit besteht nun zunächst darin, dieses wie automatisch ablaufende Muster bewusst werden zu lassen und es damit zu unterbrechen. Im nächsten Schritt finden wir für dein Ziel hilfreiche sowie lösungsförderliche Kompetenzen und entwickeln eine Strategie, wie du diese in Zukunft genauso automatisch aktivieren kannst wie vorher das Problemmuster. Kurz gesagt besteht unsere Arbeit darin, dich aus der Problemtrance heraus und in die Lösungstrance hinein zu geleiten.

Es liegt mir (Frank) am Herzen, an dieser Stelle noch mit einem weiteren Vorurteil aufzuräumen: Du erlebst diesen Prozess vollkommen bewusst, kannst und sollst ihn jederzeit aktiv mitgestalten und wirst dich am Ende auch an alles erinnern. Was wir hier also machen, ist nichts anderes, als vollkommen natürliche Prozesse gezielt einzusetzen, um damit für dich positives Erleben zu gestalten.

Sowohl im NLP als auch in der systemischen Aufstellungsarbeit finden sich sehr viele Elemente dieser von dem genialen Arzt und Therapeuten Milton Erickson im letzten Jahrhundert begründeten wunderschönen Arbeit wieder. In meinem beruflichen Tun und in meinem Verständnis über grundlegende Prozesse und Strukturen menschlichen Lebens prägt sie mich immer wieder aufs Neue.

Möchtest du einen Beratungstermin vereinbaren oder mehr Informationen? Ich freue mich auf deine oder deinen Anruf, Tel 0 63 59/94 63 23.

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Emotionstrainer, Emotionstraining
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Thomas Klüh Institut – Privates Institut für Persönlichkeitsentwicklung