Submodalitäten

Als Submodalitäten bezeichnen wir die Unterkategorien unserer fünf Sinneskanäle (Sinnesmodalitäten). Es geht dabei um die Art und Weise, wie wir innerlich sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken und uns damit eine innere „Landkarte” der Welt erschaffen.Wenn wir uns z. B. an eine Situation erinnern, kann die innere visuelle Repräsentation davon eher hell oder eher dunkel sein. Sie kann zwei- oder dreidimensional sein, scharf oder unscharf, in Form eines Bildes oder eines Films ablaufen usw.

In den Submodalitäten codieren wir unter anderem, wie wir über eine Situation denken und wie wir sie bewerten, ob sie in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft liegt und welche Gefühle damit verbunden sind. Sie stellen so etwas wie die Struktur unseres Denkens dar.

Oft erhalten wir anhand scheinbar alltäglicher Ausdrücke einen Hinweis darauf, wie Menschen ihre Welt innerlich repräsentieren - z. B.:

- Ich erinnere mich dunkel.
- Das habe ich hinter mir.
- Sie steht mir nahe.
- Das klingt gut.
- Die Situation ist mir hier zu eng.
- Ich bin weich gefallen.
- Es herrscht ein raues Klima.
- Das war bitter.

Durch den kunstfertigen Umgang mit Submodalitäten und deren gezielter Veränderung lässt sich gewünschtes Erleben zum Teil in nur wenigen Minuten erreichen. Insbesondere aufgrund dieser Wirksamkeit ist ein gewissenhafter und fachkundiger Umgang mit diesem Werkzeug unbedingt erforderlich.

Die Arbeit mit Submodalitäten gehört heute zu den Standardwerkzeugen im Neurolinguistischen Programmieren (NLP). Ihre Entdeckung wird vor allem dem NLP-Begründer Richard Bandler zugeschrieben, der auch zahlreiche Bücher zu diesem Thema veröffentlicht hat, unter anderem das Standardwerk „Veränderung des subjektiven Erlebens” (Junfermann, 1987).

Beispiele für Submodalitäten:

Visuell
Farbe oder schwarzweiß
Bild oder Film
Zwei- oder dreidimensional
Entfernung
Position des inneren Bildes/ Films im Raum
Entfernung
Größe
Detailliertheitsgrad
Scharf oder unscharf
Ausschnitt oder Panorama
Transparenz
Perspektive
Assoziiert (so als würde man es gerade erleben) oder dissoziiert (sich von außen sehend).

Auditiv
Lautstärke
Tonhöhe
Tondauer
Richtung
Mono / Stereo
Dumpf oder spitz
Dynamik
Durchgehend oder unterbrochen
Klangfarbe

Kinästhetisch (Gefühl)
Temperatur
Weich oder hart
Spitz oder stumpf
Rau oder glatt
Feucht oder trocken
Bewegt oder unbewegt
Ausdehnung
Richtung
Schnelligkeit der Bewegung
Intensität

Olfaktorisch (Geruch)
Aroma
Intensität

Gustatorisch (Geschmack)
Süß
Salzig
Sauer
Bitter
Fleischig
Fischig
Scharf oder mild


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