Wing Tsun

Wing Tsun

Dienstag, den 5. August 2008 von Thomas Klüh

Aufgrund des Beitrages Wing Tjuen wurde ich gefragt, welche Art Kung Fu dies sei. Wing Tsun gibt es in vielen Schreibweißen, da es in Deutschland viele Verbände dieser Kampfkunst gibt und jede ihre Schreibweiße hat schützen lassen. WT, Wing Tsun, Wing Chun, Ving Tsun, Ving Chun und Wing Tjuen sind die bekanntesten. Alle behaupten von sich, der chinesischen Aussprache am nächsten zu kommen.

Ich selbst habe in der EWTO mit Wing Tsun begonnen und bin meinem Sihing, der mittlerweile einen eigenen Verband und damit das HATRA Wing Tjuen gegründet hat, treu geblieben.

Wing Tsun ist ein taoistisches (dauistisches) und damit ein weiches Kung Fu. Der Name Wing Tsun stammt laut der Entstehungsgeschichte von der ersten Schülerin Namens Yim Wing Tsun der Nonne Ng Mui, die diesen Kung Fu-Stil entwickelt haben soll.

Da wir gerade bei den unterschiedlichen Schreibweißen sind:
Der Begriff Kung Fu ist in Wirklichkeit vollkommen falsch übersetzt. Im Chinesischen wird es Gong Fu ausgesprochen und bedeutet: „langwierige Arbeit”. Manchmal wird es auch als harte Arbeit übersetzt, doch trifft es das nicht so ganz. Gong heißt Arbeit und Fu langwierig. Genau dasselbe „Gong” kennen die Meisten auch durch den Begriff: „Chi Gong” oder auch „Qi Gong” oder Chigong oder Qigong: „Arbeit mit dem Chi”.

Dementsprechend ist Wing Tsun Gong Fu kein Sport, sondern ein langer Weg zu sich selbst.

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2 Reaktionen zu “Wing Tsun”

  1. Herbert Streit

    Hallo Herr Thomas Klüh,
    abgesehen davon, das man schreibweise mit “s” schreibt, finde ich den Beitrag interessant.

    Ich kenne dieses Wing Tsun in der EWTO auch seit 8 Jahren. Es ist eine interessante Kamfkunst.
    Mir hat nur die Bilderverehrung vor dem Trainig nicht so imponiert und die hohen Prüfungsgebühren.
    Gruß
    Herbert

  2. Thomas Klüh

    Oh, nur ein Schreibfehler? Würde mich wundern ;-)

    Ich bin absolut deiner Meinung, Herbert! Das ist auch der Grund, warum ich aus der EWTO ausgetreten bin und nur noch Einzelunterricht genommen habe, der mich persönlich weitergebracht hat. Prüfungen und Titel bedeuten mir nichts!
    Herzliche Grüße
    Thomas

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