Honorar

Honorar

Mittwoch, den 3. August 2011 von Thomas Klüh ()

Ich habe eine Kollegin, die nimmt von reichen Menschen mehr Geld, als von Armen. Sie macht ihr Honorar tatsächlich vom Verdienst des Klienten abhängig. Das ist in Deutschland üblich. Zum Beispiel machen das die Krankenkassen ja auch. Wer mehr verdient, muss auch mehr zahlen - unabhängig davon, ob er öfter krank ist, oder nicht.

Ist das fair? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Das ist gar nicht die Frage. Die Frage ist doch, welches Klientel diese Kollegin hat. Es sind ausschließlich Nichtverdiener. Was bekommt sie? Nix.

Ist das fair? Das ist auch nicht die Frage. Es ist einfach die Situation, die sie hat.

Wie will sie denn einem Reichen erklären, dass sein Geld weniger wert ist, als das eines Armen?

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2 Reaktionen zu “Honorar”

  1. Georg M.

    Hallo Thomas,

    ein interessanter Artikel. Vor diesem “Dilemma” stand ich auch.
    Mir war es sehr wichtig, dass auch die Menschen die sich meine Leistung, teilweise oder gar nicht leisten können, auch in diesen Genuss kommen.

    Also habe ich mit mir sehr lange “gekämpft” und bin mit Unterstützung “meines” Coaches zu folgendem Entschluss gekommen.

    Ich verlange von jedem Menschen das Gleiche. Denn meine Leistung ist immer die gleiche. Egal ob reiche, weniger reiche, arme oder Unterehmen.

    Damit jedoch auch die “weniger” betuchten sich mich leisten können, habe ich ein Konto eingerichtet. Auf diesem überweise ich 20% meiner Einnahmen und bezahle mich sozusagen von diesem Konto. Der “arme” zahlt den Teil den er bezahlen kann und den Rest übernehme ich.

    Ich habe festgestellt, dass ich so diesen Menschen “mehr” und effektiver unterstützen kann. Denn weniger/unterschiedlicher möchte ich nicht verlagen. WEIL meine Dienstleistung IMMER die selbe ist. Kann jemand gar nicht bezahlen - hier liegt die Betonung auf KANN - so gibt es immer eine Möglichkeit. Z.B. suche ich jemanden der meine Wohnung putzt. Nur als Beispiel jetzt. Oder, es gibt sozusagen auch Rabatte bei Empfehlungen. Also, ich möchte dass sich der “arme” auch mit anderen Lösungsmöglichkeiten beschäftigt und nicht einfach “nö” sagt. Du verstehst?

    Kommt mir jemand mit: “Davon kann ich mir ja 5 paar Schuhe kaufen” - wie schon geschehen, dann sage ich ihr “Dann kaufe dir die Schuhe und wir sehen uns halt später, wenn der Glanz der Schuhen verflogen ist. Mein Preis bleibt der gleiche”. Oder ich möchte diesen Klienten nicht, weil ihm wohl die Schuhe wichtiger sind :). Was aus seiner Sicht ja wohl legitim ist.

    Grüßle Georg

  2. Edith Call

    Die, die es sich wirklich nicht leisten können, werden bei mir eingeladen. Und für jeden, den ich einlade, kommen 10 nach, die gut und leicht zahlen können. So mein Glaubenssatz.

    Wenn ich zB einen Workshop mache und die Anmeldungen kommen nicht rein, dann verschenke ich einen Platz an jemanden, der ihn sich nicht leisten kann und schwupps ist der Workshop voll!

    So einfach ist das.

    Absoluter Gewinn für alle Seiten und es fühlt sich einfach super gut an :)

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