Ein perfektes Leben

Ein perfektes Leben

Donnerstag, den 24. Juli 2008 von Frank Fäder

Wir leben in einer Zeit, in der wir unser Leben immer mehr an Idealbildern ausrichten und uns selbst danach beurteilen, ob wir diesen Idealen entsprechen oder nicht. Abgesehen davon, dass ein Ideal dadurch charakterisiert ist, dass es nicht erreichbar ist, und somit nur als Richtung weisend dienen sollte, haben wir diese Ideale in der Regel zum größten Teil ungeprüft übernommen. Wahrscheinlich hast du auch sofort eine Vorstellung davon, wie die “perfekte” Frau, der “perfekte” Mann, die “perfekte” berufliche Karriere und die “perfekte” Familie aussieht. Ich will dazu heute nur eine kleine Geschichte erzählen:

Der Meister reiste durch die Lande und kam in ein kleines Dorf. An jeder Tür und an jedem Baum in diesem Dorf fand er eine gemalte Zielscheibe, in desses Mitte ein Pfeil steckte. Der Meister wurde neugierig, fragte, wer denn dieser Meisterschütze sei, und wurde an einen halbwüchsigen Jungen verwiesen.

“Wie ist es möglich, dass du in so jungen Jahren schon zu so einer Perfektion gelangt bist?” fragte er den Jüngling.

Seine Antwort war ebenso überraschend wie einfach: “Ja weißt Du, ich schieße zuerst, und male dann die Kreise.”

Ich wünsche dir viel Spaß beim Kreise malen.

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2 Reaktionen zu “Ein perfektes Leben”

  1. muellersBlog » Blog Archive » An alle Perfektionisten.

    [...] Artikel “Ein perfektes Leben” von *Frank Fäder, Blog für Emotionstraining, Thomas Klüh Institut für emotionale [...]

  2. Die blaue Stunde « Das Glückshaus

    [...] trieb mich heute auf Det’s Blog … und dort fand ich eine Geschichte, die er wiederum in Thomas’ Blog gefunden hatte. Dieses Bild vom Pfeil, um den nachträglich die Zielscheibe herum gemalt wird, hat [...]

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