Angst durch Realitätsgestaltung
Donnerstag, den 8. Mai 2008 von Thomas KlühViele, die sich mit dem Thema Realitätsgestaltung beschäftigen, gehen davon aus, dass Angst eine schlimme Realität gestaltet. Damit bekommen sie Angst vor der Angst und dadurch wird diese fast unerträglich. Sie geraten förmlich in einen Teufelskreis der Gefühle. Aber welche Realität erlebe ich denn durch Angst? Wenn ich z.B. Angst habe, krank zu werden, werde ich nicht automatisch krank. Ich erlebe Situationen, die mir Angst machen, krank zu werden. Mir niest vielleicht jemand in’s Gesicht. Das heißt aber nicht, dass ich krank werde - aber ich habe nun Angst davor. Wenn ich also meine Aufmerksamkeit auf Angst gerichtet habe, erlebe ich nur Situationen, die mir Angst einjagen - nicht mehr und nicht weniger.
Wenn ich jedoch davon ausgehe, dass Angst für Probleme sorgt, richte ich meine Aufmerksamkeit darauf, Angst vermeiden zu müssen. Ich stelle meine „Suchmaschine” darauf ein, „Angstsituationen” zu suchen, damit ich sie dann vermeiden kann. Wenn dir aber klar ist, dass die Angst an sich nichts Schlimmes bedeutet, kannst du dir erlauben, auch mal Angst zu haben und gerätst nicht in den oben beschriebenen Teufelskreis. Damit hast du natürlich auch kein Angstvermeidungsprogramm mehr laufen und da kannst deine Wahrnehmung auf die Dinge lenken, die du haben möchtest, was automatisch gute Gefühle und eine schöne Realitätsgestaltung nach sich zieht.
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Am 25. Mai 2008 um 13:09 Uhr
Lieber Thomas,
ich beschäftige mich sehr viel mit Realitätsgestaltung (tststs, eigenartigerweise seit ich bei einem Deiner Seminare war…). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir gut tut, wenn ich mir klar mache, dass Angst unnötig ist. Es gibt keinen Grund dafür. Auch wenn ich aus reiner Erfahrung und bisher Gelebtem in einer bestimmten Situation sofort mit Angst reagiere, sage ich mir dann - eingedenk Deiner Worte - woher das kommt und dass ich es nicht brauche. Das hilft. Damit habe ich die Angst vor der Angst bei der Realitätsgestaltung auch ausgebootet.
Schöne Zeit noch und liebe Grüße,
Monika
Am 25. Mai 2008 um 17:17 Uhr
[...] Existenzangst könnte natürlich auch ein Grund sein. Man hat Angst vor dem Verhungern, legt seine Aufmerksamkeit darauf und versucht aus diesem Gefühl heraus über die Realitätsgestaltung zu Geld zu kommen. Was dabei herauskommt, brauche ich sicher nicht zu erläutern. (Nein, man verhungert dadurch nicht - aber man bekommt ständig neue Bestätigungen dafür, dass es passieren könnte; siehe Angst durch Realitätsgestaltung) [...]