Heute stelle ich mal wieder einen Erfahrungsbericht in diesen Blog. Frank ist ein Kollege und rief mich kürzlich an, nachdem er den Beitrag: „Tinitus und Wunderheilung“, von Harald gelesen hatte. Anmerkend möchte ich sagen, dass die Übung, wie sie Frank in Erinnerung hat, nicht der entscheidende Punkt für die Umsetzung war. Wer diese Übung hier mal eben nachmachen möchte, hat nur eine geringe Chance auf Erfolg. So - nun viel Spaß beim Lesen:
“Seit 1,5 Jahren schon hab ichs mit diesem fiesen Tinitus zu tun - fies deswegen, weil er nahezu nicht heilbar ist. Auch ich durfte das erleben, nach mehreren Arztbesuchen und Krankengmnastiken hab ich mich mehr oder weniger damit abgefunden. Es sie dazu gesagt, das mich der Tinitus mal mehr(sehr starkes pfeifen), mal weniger plagt.
Durch Zufall habe ich in Thomas Facebook Einträgen eine Geschichte von Harald Metzner gelesen, der ebenfalls mit Tinitus zu tun hat und über Thomas Klüh eine spürbare Verbesserung erreichen konnte. “Ruf Thomas mal an” sagte mein Inneres und nach etlichem Verschieben tat ich das dann auch mal auf einer Fahrt von Biberach nach Ulm zum Fachvortrag. Ich erzählte Thomas von meinem Tinitus und er sagte gleich: “Fahr mal rechts ran, das gehen wir gleich an.” Wau, dachte ich, der macht aber Nägel mit Köpfen - und ich fuhr auf den nächsten Parkplatz. Dann bat mich Thomas mal meinen Tinitus zu sehen, ja sehen, und ich stellte mir so eine Amplitude vor, die hoch und runter schwingt. Somit hatten wir ein Bild. Thomas sagte mir gleich, er kann tinitus nicht heilen, was möglich ist, den Tinitus in mein Leben zu integrieren, ihn HANDHABBAR zu machen. Jetzt bat er mich, vor meinem geistigen Auge diese Amplitude mal zu verkleinern und ich tat es - stellte mir wie auf dem iphone vor, dass ich diese Amplitude mit den Fingern verkleinere. Das gleiche sollte ich dann wieder in die andere Richtung tun - lauter. Und vor meinem geistigen Auge stellte ich die Amplitude wieder auf laut. So, sagte Thomas, jetzt hast du schon mal einen Regler, wie du die Lautstärke einstellen kannst. Jetzt stell dir bitte eine wunderbar entspannte und schöne Situation vor, in der du dich rundum wohl fühlst….und nachdem ich mich langsam ganz entspannt und relaxed hatte, und ein gutes Gefühl dabei hatte, bat er mich, dieses gute Gefühl jetzt mit der leisesten Lautstärke der Tinitusregelung zu verbinden - und ich stellte die Tinitus Amplitude auf “leise”. Wau, dachte ich, das ist ja ein Dinge wenn das so klappt. Thomas sagte mir dann noch, ich soll den Tinitus einfach mit einbeziehen in mein Leben, ihn als Indikator meines guten Gefühls nutzen. Wenn ich nichts vom Tinitus merke geht’s mir gut - wenn der Tinitus aus vollen Rohren pfeift ist Vorsicht geboten und relaxen angesagt….
Nun, gut 3 Wochen später ist es mir gelungen, diese Vernetzung von gutem Gefühl und Leisestellung meines Tinitus zu realisieren. Manchmal fällt mir der tinitus überhaupt nicht mehr auf, manchmal höre ich ihn, nehme mir Zeit zu entspannen und “drehe” die Lautstärke runter, und manchmal ist er so laut, dass ich denke, hoppla, was ist denn jetzt los. Dann ziehe ich mich in eine angenehme Umgebung zurück, entspanne mich und “regle” wieder….und meist gelingt mir das mittlerweile.
Thomas, danke danke danke für diese “Session” im Auto - was meinen Tinitus betrifft die effektivsten 15 Minuten meiner Tinituszeit. Jetzt gehört er zu mir, und ich kann damit umgehen!!!!!! Thx!