Perfektionismus

Perfektionismus

Freitag, den 30. Mai 2008 von ()

Franks Beitrag gestern, hat mich an etwas erinnert.
Frank schrieb:”… Denn was bliebe noch zu tun, wären wir perfekt? Perfektion bedeutete, dass alles getan ist und damit Stillstand…”
Tatsächlich haben das die Chinesen vor ein paar tausend Jahren genauso gesehen, denn es gibt im Feng Shui zwei verschiedene Baguas. Eines für den Tod der die Perfektion darstellt und eines für die Lebendigen das dann die Bewegung darstellt. Tatsächlich besteht unser Leben aus einer ständigen Wandlung – also aus einer immer weiterlaufenden Bewegung. Einen Stillstand kann es gar nicht geben. Ein Streben nach Perfektion wäre somit ein Streben nach Stillstand. Auch in der Wohnung oder im Haus wandelt sich alles ständig. Wer einmal wieder die perfekte Einrichtung haben möchte, oder das perfekte Bild passend zum Sofa…und sich dann einen Stress macht (es macht ja durchaus Sinn etwas Passendes zu suchen, der „Krampf” nach Perfektion macht den Stillstand und nicht die Suche nach dem „Passenden”), weil es noch nicht perfekt ist, der bedenke, dass es jetzt so wie es ist schon passend war und morgen vielleicht noch passender ist. Wer sich vorstellen kann wie sich alles um uns herum ständig wandelt, wird merken, dass diese Vorstellung ein weiches angenehmes ruhiges Gefühl hervorrufen kann. Eine Perfektion dagegen ist eher hart und endgültig, sie würde ich als starr und unlebendig bezeichnen.
Übrigens es macht viel Freude, ab und zu mal was an der Wohnung zu verändern. Vielleicht hast du ja Lust deiner Wohnung ein bisschen Wandlung zu gönnen.

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3 Reaktionen zu “Perfektionismus”

  1. Harmonie und Wandlung | Feng Shui

    [...] nach etwas perfektem oder absolutem. Denn wer eine perfekte Harmonie (siehe hierzu auch Perfektionismus) oder einen absoluten Ausgleich haben möchte, der strebt nach einem Stillstand den es hier auf der [...]

  2. Monika Majic

    Ich denke auch, wenn alles perfekt wäre, was es niemals sein kann, denn … wer trifft das objektive Urteil, dass etwas perfekt ist? Das kann niemand, also kann aus dieser Perspektive gesehen auch nichts perfekt sein.
    Ist es nicht interessant, dass die meisten von uns alles perfekt machen wollen? Warum kommen wir nicht eher zur Ruhe, bis wir das Gefühl haben, dass uns etwas perfekt gelungen ist?
    Weil wir uns selber für nicht perfekt halten! Unsere Erziehung und Sozialisation hat es mit sich gebracht, dass wir uns für unperfekt und damit für nicht gut genug halten. Und als Ausgleich, sprich Kompensation, wollen wir alles perfekt machen, wenn WIR schon nicht perfekt und damit nicht liebenswert sein können – meinen wir! Wenn uns klar ist, dass wir nicht perfekt sein müssen, um liebenswert zu sein, relativiert sich unser Anspruch, alles perfekt machen zu wollen. Dann genügt es manchmal auch, etwas einfach “nur” gut gemacht zu haben. Vielleicht gönnen wir uns sogar mal einen Fehler und lieben uns trotzdem. Ist das vorstellbar?

  3. Andreas

    Der Artikel hat mir endlich einen anderen Blick auf die Perfektion gegeben, wie klasse! (-; Aus diesem Blickwinkel heraus kann man jeden Perfektionismus abwerfen und sich klar machen, dass Leben ein Prozess ist der nicht heute schon fertig sein muss. Danke!

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