Aufräumen

Aufräumen

Mittwoch, den 30. April 2008 von ()

Immer wieder erlebe ich, was für ein weit reichendes und für viele sogar schwieriges Thema das Aufräumen darstellt. Es gibt einfach immer wieder so viele Gründe warum man gerade „keine Zeit” hatte mal eben schnell aufzuräumen. Oder man redet sich selbst ein, man sei so „gut organisiert” dass man natürlich jeder Zeit alles findet und würde man aufräumen, dann fände man gar nichts mehr. Jeder Mensch hat da so seine Vorlieben für den eigenen Stauraum. Bei dem einen sammelt sich alles im Keller, beim Anderen herrscht Chaos auf dem Schreibtisch oder wieder beim Anderen sammelt sich gleich in jedem Raum eine Menge Gerümpel an.Aber egal wie man mit seinem Unaufgeräumten umgeht – es hat Konsequenzen!
Im Feng Shui stellen alle unaufgeräumten Ecken (oder gar vollgestellte Ecken) eine Stagnation dar, die sich in irgendeiner Form im Leben widerspiegelt. Das heißt es gibt einen Lebensbereich oder gar Lebensbereiche in denen alles ein wenig zähflüssiger vorwärts geht oder gar völlig stagniert.

Wir hatten mal eine Zeit, da kamen wir zu fast gar nichts mehr und unsere eigenen wichtigen Anliegen lagen still, da ständig irgend welche Sachen „dazwischen” kamen um die wir uns kümmern mussten – wie z.B. die Koordination von Handwerkern oder Freunde die etwas Dringendes zu erledigen hatten bei dem wir helfen sollten.
Als wir dann an einem Mittag abgehetzt am Mittagstisch saßen und feststellten, dass unsere eigentlichen Sachen immer noch nicht gemacht waren, war uns klar, dass etwas falsch läuft.

Also haben wir uns Gedanken gemacht, wie sich denn unsere Situation in unserem Haus widerspiegelt und stellten fest, dass wir ganz viele Sachen im Haus und vor allem im Keller hatten die nicht uns sondern anderen Menschen gehörten und bei uns mal so zwischengelagert waren. Wir machten uns umgehend dran, den Keller mal so richtig aufzuräumen und haben alle Sachen aussortiert die nicht in unseren Keller gehörten. Dann haben wir die entsprechenden Leute angerufen und gefragt, ob sie ihre Sachen wieder zu sich nehmen könnten. Als alles abgeholt war, hatten wir wieder Platz für unsere eigenen Sachen (auch im übertragenen Sinn) und wieder die Zeit uns um unsere Dinge zu kümmern…

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8 Reaktionen zu “Aufräumen”

  1. Andrea

    Danke für den Gedankengang zu der Stagnation, die durch unaufgeräumte Ecken zum Ausdruck kommt! In meinem früheren Leben herrschte das völlige Chaos, überall am Boden (im Büro) stapelten sich unaufgeräumte und unbewältigte Dinge, die mir irgendwann völlig über den Kopf gewachsen sind, und zuhause, in meiner früheren Wohnung, herrschte oft das Chaos, weil ich alles nicht mehr schaffte. Jetzt habe ich ein anderes Büro und eine andere Wohnung, und sehr viel von meinem alten Leben hinter mir gelassen. Stapel am Boden und Chaos im Büro – und erst recht daheim – machen mich inzwischen ganz nervös, und ich spüre jeden Tag, wie froh ich bin, dass das alles nicht mehr so “falsch läuft”, sondern organisiert ist. Ganz bestimmt sagt man auch nicht umsonst: “Du wirkst heute so schön aufgeräumt.”!

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  5. CARMEN RODRIGUEZ

    Der Spruch ,hat was !!!
    Indem man sich vom Mittelpunkt entfernt,sieht man ihn
    wieder.

    Liebe Sabine,
    oftmals dreht sich alles um den Alltag und das drumherum und man denkt alles dreht sich um einem selbst,nachdem ich erkannt habe das ich nicht im Mittelpunkt stehen muss
    dann konnte ich erst RICHTIG ANFANGEN meine Wohnung aufzuräümen :-)
    echt befreiendes Gefühl …dieser Neuanfang hat Kraft !!!
    und auch sogar soviel Kraft das ich meine Seele SELBST aufräüme,smile.
    Kein Wunder das ich die Nase voll habe ,bei soviel Fülle ,lächel …zwinker
    Danke für deine Inspirationen
    gglg CR

  6. Mylène Nicole Alt

    Es ist tatsächlich so, wie du schreibst. Das Aufräumen ist sehr befreiend. Und zaubert den Menschen ein Lächeln aufs Gesicht. Deshalb bin ich Aufräumerin aus Leidenschaft geworden.

    Gruss aus der Schweiz
    Mylène Alt

  7. Kasriel

    Hallo
    Ich benutze den Rucksack als Metaver. Den alles was wir haben und nicht wirklich brauchen, schleppen wir mit, und bremst uns. Ich habe mal 2 jahre in einem kleinen Wohnwagen gelebt. Wirklich gefehlt hat mir nichts (Außer die Partnerin) loslassen bedeutet auch Vertrauen zu haben, das alles kommt was wir, ich, brauche/en
    Das leben wird Lebendiger.

    Grüße euch der Kasriel aus Schweden

  8. Prof. Dr. Kira Klenke

    ja, auch ich finde Aufräumen sehr sehr befreiend – tue es nur leider selber auch zu selten ;-)
    danke für die Erinnerung daran!!
    das ist wieder so eine dieser Softskills, die man auch schon in der Schule Kindern und Jugendlichen explizit vermitteln sollte! wird nur leider (fast) nie gemacht!

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