So viel wie möglich Glück
Dienstag, den 14. April 2009 von Thomas KlühIch sage ja immer: „Glück bedeutet für mich, so oft wie möglich schöne Gefühle und so selten wie möglich unschöne zu haben”.
Und hier gehen die Missverständnisse schon los. Was bedeutet: „wie möglich”?
Als ich noch ein ganz normaler Vorgesetzter war, sagte ich zu einem Mitarbeiter, dass ich eine Ausarbeitung bräuchte.
„Bis wann brauchen Sie die denn?”, wollte er wissen.
„So schnell wie möglich.”, war meine Antwort.
„Das geht nicht!”, antwortete er vollkommen überfordert.
„???????”, stand in meinen Augen.
So schnell wie möglich heißt einfach so schnell wie möglich - und nicht mehr.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich auf meine Aussage: „…so oft wie möglich schöne Gefühle…”, zu hören bekomme, dass das ja nicht funktionieren kann.
Manche führen das dann sogar noch aus: „Man kann doch nicht immer glücklich sein.”.
Das ist dass der Moment, in dem du mich sprachlos erleben kannst.
Schlimmer wird dieses Missverständnis dann, wenn man dadurch zwanghaft glücklich sein muss. Da glauben manche, sie müssten in einer Trennungsphase glücklich sein. Also im Ernst - wenn du gerade von deinem Partner verlassen wurdest und dabei glücklich bist, solltest du entweder die Art deiner Beziehung überdenken, oder anfangen, dir Sorgen über dich zu machen.
So selten wie möglich unschöne Gefühle heißt auch nicht nie! Aber ich kann mir für fünf Minuten Arbeit fünf Stunden schlechte Gefühle machen - und davon rate ich ab.
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Am 7. September 2009 um 08:04 Uhr
hallo glücksritter,
klingt für mich fast wie die sucht nach einer neuen droge.
ich denke man sollte die gefühle, und zwar alle, betrachten,
ohne sich in deren wirkungsmechanismen einsaugen zu lassen.
ich bin nicht das gefühl, das gefühl ist eine erscheinung in mir.
so lange diese eine seite der medaille, ich bin glücklich, bevorzugt
wird, erscheint auch die andere seite. so ist es nun mal. wir bekommen
alles nur im doppelpack. denn ohne ein negativ wird ein positiv nicht
sichtbar. ungekehrt natürlich auch.
auf lange sicht hin ist deshalb das immerwährende schwelgen in
glücksgefühlen nicht möglich. erst aus der stillen
und wertfreien betrachtung heraus, wird losgelöstheit möglich.
die sonne geht auch nicht jeden morgen auf, um die sonne zu suchen.
die sonne ist. es ist ein seinszustand. und ob sie dabei von wolken
verhangen wird, berührt die sonne nicht, nur den betrachter. glück oder
unglück sind erscheinungen in unserem leben. sie unterliegen nicht unserer
kontrolle und lassen sich nicht manipulieren. so wie ich das eine will, erschaffe
ich auch das andere. erst durch die wertungsfreie akzeptanz, das beides
geschieht und erscheinen darf, kann ich die dinge gewähren lassen, ohne
allzusehr unter ihren einfluss zu geraten.
liebe grüße
sandy
Am 7. Dezember 2010 um 00:15 Uhr
Glück ist Ergänzung , eines gedachten ,gelenkten Wunschtraums.Eine bewußte angestrebte Glückseeligkeit .Die sich
durch tun und wollen ergiebt. Der Spiegel zeigt dir nur eine ILLUSION von vielen, MASSENTRENDS scheinen viele zu beglücken.