Neulandinstinkt
Montag, den 18. August 2008 von Thomas KlühWarum machen Veränderungen denn vielen solch eine Angst? Wandlung ist doch wichtig für eine Weiterentwicklung. Fast jeder strebt seine Weiterentwicklung an, doch viele lassen dann doch die Finger davon. Selbst einfach nur zu sagen, dass man sein Glück in die eigenen Hände nimmt oder gar gezielt trainiert, macht vielen eine unbewusste Angst.
Nun, das Ganze hat mit unserem Neulandinstinkt zu tun. Wenn wir in der Steinzeit, in der unser Gehirn ja entstand, in einem sicheren Bereich gelebt haben, hatten wir keine Veranlassung, etwas zu verändern. Den Bereich, in dem wir in unseren Höhlen sicher waren, in dem wir bei Gefahr jedes Schlupfloch kannten, in dem wir wussten, wo wir Nahrung auftreiben konnten, hätten wir niemals ohne absolut triftigen Grund verlassen. Nur wenn in diesem Bereich unser Leben in Gefahr geriet - also, wenn hier zum Beispiel das Essen so knapp wurde, dass es nicht mehr zum Überleben aller gereicht hätte, wären wir weiter gezogen. Wenn das Essen nur ein wenig knapp gewesen wäre, hätten wir lieber etwas Leid und Hunger ertragen, als uns in die Gefahr des Neulandes zu begeben.
Der Neulandinstinkt sorgt also dafür, dass wir lieber an Schlechtem oder Unangenehmen festhalten, als etwas Neues zu versuchen, solange es nicht unerträglich ist. Erst wenn der Frust viel zu groß geworden ist, gehen wir aus der Not heraus weiter.
Doch in der heutigen Zeit steht uns dieser Instinkt bei unseren Entscheidungen, von denen wir im tiefsten Inneren wissen, dass sie richtig für uns sind, im Wege. Wir ziehen diese Entscheidungen so lange hinaus und täuschen uns dabei auch noch vor, dass alles in Ordnung ist, bis wir förmlich dazu gezwungen werden.
Doch wie können wir mit diesem Instinkt umgehen?
In dem wir die Wahrheit erkennen. Im Prinzip gilt hier die selbe Lösung, wie ich sie in meinen Büchern beschrieben habe, oder in dem Emotionstraining aufzeige, um damit die Instinkte zu befriedigen. Denn eines ist klar, man kann nicht gegen seine Instinkte ankämpfen, man muss sie befriedigen, in dem man ihnen die Welt aufzeigt, wie sie heute wirklich ist. Durch eine Veränderung gerät das Leben einfach nicht mehr in Gefahr - man wird dadurch nicht verhungern, erfrieren, aufgefressen oder erschlagen. Erst wenn dir dies vollkommen bewusst ist (nicht nur so ein: “Ja, ist doch eh klar”), bist du dadurch deutlich mehr in der Lage, den positiven Neuerungen, die dir das Leben beschert, mit Freude entgegenzugehen.
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Am 18. August 2008 um 13:21 Uhr
Hallo Thomas!
Als ich grad Deinen Beitrag las, dachte ich: “Ja, klingt so einleuchtend, da hätte ich aber auch selber drauf kommen können!”
Wo mich doch vor kurzem auch John Gray auf das Thema “Instinkte aus der Urzeit, die es uns heute schwer machen” gestoßen hat: http://glueckshaus.wordpress.com/2008/08/06/wir-sind-beziehungs-pioniere/
Wie lange braucht so ein “durchschnittlich intelligentes” Gehirn, bis es verstanden hat, dass keine Gefahr mehr droht????
Fröhliche Grüße, Ulrike
Am 18. August 2008 um 14:56 Uhr
Ein paar Minuten - mehr nicht!
Am 18. August 2008 um 15:15 Uhr
Wie jetzt … ein paar Minuten mit Dir, auf einem Deiner Seminare? Oder wie ist “ein paar Minuten” gemeint?
Jetzt haste mich aber SEHR neugierig gemacht!!!
Am 18. August 2008 um 16:19 Uhr
Die Technik, mit der es geht, lernst du im Seminar. Danach kannst du sämtliche Urzeitgefühle in ein paar Minuten erledigen - versprochen!
Am 18. August 2008 um 21:06 Uhr
[...] 18. August 2008 von zauberliebe Da kann man sich noch so intensiv mit dem “Umprogrammieren” hinderlicher Glaubenssätze beschäftigen - manche scheinen so fest verwurzelt, dass sie kaum zu ändern sind. Oder “so sehr unbewusst”, dass wir sie nicht entlarven können. Vor ein paar Tagen war ich ja schon auf der Spur, dass da “Urzeitgene” dran schuld sein könnten - heute erscheint das Thema auch bei Thomas im Blog, unter dem Stichwort “Neulandinstinkt”: [...]
Am 19. August 2008 um 08:06 Uhr
Moin Thomas!
Ich muss nochmal nachfragen
… SÄMTLICHE Urzeitgefühle? Also auch die, die mir nicht bewusst sind???? Oder machst DU die den Seminarteilnehmern vorher bewusst???? NA komm, erzähl doch mal ein bißchen mehr, um uns zur Buchung zu veranlassen!!!
Gibt’s auch mal ein Seminar in Düsseldorf?
Fröhliche Morgengrüße!
Am 20. August 2008 um 06:14 Uhr
Natürlich mache ich sie vorher bewusst. Meine Zielgruppe sind ja Menschen, die ihr Glück in die eingene Hand nehmen möchten, oder es bereits getan haben. Ich gebe dir Techniken mit nach Hause, mit denen du jegliche Situation selbst umbewerten kannst und dadurch mittelfristig aus allen Urzeitgefühlen rauskommst.
Am 20. August 2008 um 12:30 Uhr
Mittelfristig? Ich dachte, in wenigen Minuten!
Und Du kennst sie alle, die Urzeitgefühle????
Der Skeptiker in mir läuft grad zur Höchstform aus … sorry
Liebe Grüße!
Am 20. August 2008 um 12:43 Uhr
Eine Situation umzubewerten dauert ein paar Minuten. Bis du soviele Situationen umbewertet hast, dass dein Gehirn eine Generalisierung vornimmt und du dadurch nie wieder in eine Urzeitsichtweise verfällst, dauert ein paar Monate. Das bedeutet aber NICHT, dass du nie wieder unschöne Gefühle bekommst. Aber diese Neandertalersichtweise und das dementsprechende Verhalten ist dann erledigt.
Ansonsten ist es für ein glückliches Leben noch wichtig, die richtigen Emotionen zu trainieren. Dies wiederum ist eine andere - sehr einfache Übung.
Wenn du dies beides regelmäßig machst, verspreche ich dir, dass du in sehr kurzer Zeit ein richtig glücklicher Mensch wirst. Doch was bedeutet dies wiederum?
Siehe dazu in meinem Lexikon:
http://www.thomasklueh.de/lexikon/glueckstraining/
http://www.thomasklueh.de/lexikon/emotionstraining/
http://www.thomasklueh.de/lexikon/emotionale-souveraenitaet/
Oder auch hier:
http://www.realitaetsgestaltung.com/glueckstraining/
http://www.emotionstraining.com/
Am 20. August 2008 um 12:50 Uhr
Danke, DAS war’s, was ich lesen wollte!
Organisieren wir ein Seminar in Düsseldorf?
Am 20. August 2008 um 12:55 Uhr
Rufe mich doch einfach mal unter:
06359 / 946323
an.
Am 21. August 2008 um 06:10 Uhr
[...] bin ja bereits auf den Neulandinstinkt eingegangen. Aber dir ist doch sicher aufgefallen, dass dieser Instinkt bei jedem etwas anders [...]