Neugierde
Donnerstag, den 21. August 2008 von Thomas KlühIch bin ja bereits auf den Neulandinstinkt eingegangen. Aber dir ist doch sicher aufgefallen, dass dieser Instinkt bei jedem etwas anders ausfällt. Bei manch einem ist er sehr ausgeprägt, bei anderen wiederum fast gar nicht. Wie kommt denn so etwas? Was hat sich die Evolution oder Gott dabei gedacht, Menschen mit so unterschiedlich ausgeprägten Instinkten auf die Erde zu schicken?
Gehen wir doch erst einmal weg von dem Begriff Neulandinstinkt und sagen mal, es gibt neugierige Menschen und weniger neugierige. Interessanterweise ist es genau die Kombination dieser beiden Gruppen, die das Überleben einer Gattung sichert.
Stelle dir mal ein Rudel Wühlmäuse vor. Sie leben brav unter der Erde und verlassen diesen sicheren Bereich nur, wenn es absolut notwendig ist. Doch sind da noch ein paar wenige, ganz neugierige Wühlmäuschen. Sie strecken ihre vorlaute Nase ständig aus dem Bau und schauen sich in der Gegend um. Diese kleinen Racker begeben sich in eine scheinbar unnötige Gefahr und werden auch von den ruhigeren Gesellen gewarnt: “Sei nicht so neugierig, sonst holt dich noch der Habicht!”.
Nun geschieht aber eines Tages eine Katastrophe - ein Unwetter überflutet den Bau. Alle verlassen panisch ihre bis dahin sichere Umgebung und irren nun hilflos umher. Nun kommen die neugierigen ins Spiel. Da sie ja bereits das weitere Umfeld erkundet haben, kennen sie sich schließlich hier draußen aus und wissen auch sofort, wo die gesamte Gruppe Unterschlupf findet.
Es sind also die weniger neugierigen Zeitgenossen, die in den sicheren Zeiten für den Fortbestand sorgen und die neugierigen, die in den Chaostagen den Überblick bewahren.
Es ist also nicht gut oder schlecht, neugierig zu sein, aber es hilft einem in der heutigen Zeit, die ständig Veränderungen mit sich bringt, einfach weiter. Aber auch die weniger neugierigen unter uns, die also mit einem ausgeprägten Neulandinstinkt ausgestattet sind, sollten sich im Klaren darüber werden, wozu dieser Instinkt in der Steinzeit für die Menschheit vorgesehen war, und ob dieser heute noch aktuell ist.
Ebenfalls interessant:
Weitere Artikel zu den Tags: Neugierde, Neulandinstinkt, Weiterentwicklung




Am 21. August 2008 um 09:32 Uhr
Also ich freu mich jeden Tag über meine Neulandinstinkte…
das macht das Leben doch erst lebenswert und spannend…
dort Wege zu erkennen wo scheinbar nur Dschungel war…
genial was ich dabei manchmal entdecken kann…
so erweitere ich tag für tag meine innere landkarte…
danke danke danke …
das hält wach…
nen schönen tag
gabriele
Am 8. Januar 2009 um 02:16 Uhr
Spaß macht mir immer wieder neu, Worte “aus-ein-ander” zu nehmen. Schaun wir doch mal…;-) …
Neu - Gier… Die “Gier” nach Neuem…?
Etwas positiver formuliert stand es schon in meinem ersten Praktikumszeugnis…:
….ist sehr wiß-be-gier-ig…;-)
Es ist schön, jeden Tag sooo viel Neues zu entdecken. Allerdings ist es dann auch wichtig: sich nicht zu ver-zetteln…
Die Sache mit den Prioritäten gewinnt dann noch mehr Priorität…!
In diesem Sinne wünsche ich allen:
die beste Ent-Scheid-ung…;-) für Deine persönlichen Prioritäten.
Liebe Grüße
Lucie