Manipulation 1
Montag, den 2. März 2009 von Thomas Klüh„Du machst mich wütend!”, wird gerne mal gesagt. Doch wer macht denn deine Gefühle? Du machst natürlich deine Gefühle selbst. Wenn das aber so ist, wie um alles in der Welt kann dich dann jemand zur Weißglut bringen? Oder wie kann man sich verletzt fühlen?
Manipulation ist die Antwort.
„Ich bin ja so verletzt”, ist eine Möglichkeit, damit sich dein Gegenüber schuldig fühlt und damit eine Motivation bekommt, sich zu verändern. Nicht er verletzt dich! Er verhält sich so, wie er es für richtig hält. Er verhält sich entsprechen seinen Wertmaßstäben. Diese unterscheiden sich jedoch von deinen! Deshalb willst du ihn verändern. Und wie kann man einen Menschen verändern? Durch unsere alt eintrainierten Manipulationstechniken.
Wir starten mit Wut. Wenn du wütend auf jemanden bist, hat er ja wirklich einen guten Grund, sich zu verändern.
Wenn das nicht so richtig funktioniert, packst du deine nächste Waffe aus: Du leidest!
Wenn auch das nicht funktioniert, gehst du zur nächsten Stufe: „Wenn du das nicht änderst, verlasse ich dich!”.
Das dumme an dieser Geschichte ist jedoch, dass du das Ganze ja wirklich glaubhaft rüber bringen musst. Folglich genügt es nicht, nur so zu tun, als hätte man Wut, nein man muss wirklich wütend sein!
Diese Methode wenden wir seit der Steinzeit an (s. Wut und Hass) und üben sie seit der Kindheit, sodass ein selbstständiges Muster daraus wird.
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