Glückstraining 2
Freitag, den 23. Januar 2009 von Thomas KlühUm mich aus der Situation zu befreien, die ich in Glückstraining 1 beschrieben habe, dachte ich, ich schaue ab jetzt auf die 99 Prozent Schönes, das mein Leben bereits bietet und bin einfach glücklich. Was jetzt geschah, erschreckte mich total:
„Ich will überhaupt nicht glücklich sein!”, schrie mein Unterbewusstsein trotzig.
„Was? Natürlich will ich glücklich sein!”, wollte ich mir vom Verstand her klar machen.
„Aber dann vergesse ich ja, dass ich ein Problem habe!”, meldete sich mein innerer Teufel.
„Ja und? Umso besser!”, war doch logisch.
„Aber dann ändert sich doch nichts!”, trotzte mein Inneres weiter.
„Wenn ich doch glücklich bin, ist es doch egal!”, wurde ich selbst ungeduldig mit mir.
„Nein, ist es nicht, ich will doch, dass sich meine Probleme lösen, denn schließlich liegt doch hier der Fehler!”, musste ich mir anhören.
Immer wenn etwas nicht meinen Erwartungen entsprach, löste dies also Ablehnungsgefühle in mir aus. Diese reichten von Wut über Angst bis hin zur Unlust.
Ich denke, jeder von uns kann dies im täglichen Leben überprüfen. Man hat zum Beispiel eine Ablehnung gegen seine Arbeit. Es ist nicht die Arbeit, die mich unglücklich und antriebslos macht und mir damit jegliche Energie raubt, nein, ich mache mir diese Gefühle, weil ich will, dass sich diese Arbeit von selbst erledigt, damit ich dadurch glücklich werde. Nur getan werden muss es ja sowieso irgendwann. Und bei näherer Betrachtung wäre ich ja gar nicht unglücklich, wenn ich dabei sogar Spaß hätte. Ich mache mir diese Unlust, um mich zum Beispiel vor Überlastung zu schützen, fahre dadurch meinen Antrieb - meine Energie hinunter und fühle mich dadurch tatsächlich überlastet. Wut dagegen benutzt man, um andere oder sich selbst einzuschüchtern.
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Am 25. Januar 2009 um 08:52 Uhr
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