Gesundheit und Atmung
Freitag, den 20. Juni 2008 von Thomas KlühHeute gehe ich mal etwas auf das Thema Gesundheit ein.Warum gibt es eigentlich Menschen, die oft krank werden und andere, die nie auch nur einen Schupfen bekommen?
Warum bekommen manche Krebs und andere nicht?
Erst einmal ist mir wichtig zu sagen, dass ich fest davon ausgehe, dass mein Gesundheitszustand eine Widerspiegelung meines seelischen Befindens, meiner Denkweise und meines emotionalen Zustandes ist. Eine Krankheit bedeutet für mich also, dass ich nicht in meiner Mitte bin. Dies entspricht meinem Weltbild, meinem Glaubenssystem, das jedoch nicht wissenschaftlich abgesichert ist.
Nun möchte ich an dieser Stelle das Thema Gesundheit aber einmal aus der Sicht der modernen Schulmedizin betrachten.
Jeder Mensch hat am Tag im Schnitt ca. 2000 Mal Krebs. 2000 Zellen mutieren am Tag in mir zu einer Krebszelle. Jeder Mensch kommt ständig in Kontakt mit Viren, Bazillen und dem ganzen Zeugs. Es ist also nicht die Frage, ob ich Krebszellen habe oder nicht, es ist auch nicht die Frage, ob ich mit Viren in Kontakt gerate, es besteht nur die Frage, wie gut mein Immunsystem arbeitet. Es ist der Job eines normal funktionierenden Immunsystems, mich gesund zu halten.
Was aber aktiviert mein Immunsystem? Wir wissen heute, dass Lachen dafür sorgt, dass Fresszellen ausschüttet werden. Wenn du regelmäßig lachst, hast du einen viel höheren Anteil an diesen Zellen des Immunsystems und die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken sinkt ungemein. Weiterhin wissen wir, dass in Stresssituationen unser Immunsystem deaktiviert wird. Klar, wenn wir in der Steinzeit in eine gefährliche Situation kamen, benötigten wir alle Energie in den Gliedmaßen, um rennen zu können. Also wird alles, was nicht unmittelbar zum rennen benötigt wird, deaktiviert - worunter auch das Immunsystem gehört. Im Gegenzug dazu wissen wir aus Versuchen im MRT, dass wir bei Gefühlen wie Freude und Sympathie das Immunsystem immens anregen. Es ist mittlerweile bewiesen, dass das Immunsystem eines glücklichen Menschen deutlich besser arbeitet, als das eines gestressten oder depressiven.
Das Ganze geht interessanterweise noch viel weiter. Wenn du in Stressgefühle gerätst, wird - wie eben beschrieben - dein Organismus auf Wegrennen eingestellt. Dabei wird die Atmung stark aktiviert. Doch in der heutigen Zeit rennen wir bei Stress nicht mehr weg. Das heißt, in dieser Situation atmen wir einfach viel mehr, als uns gut tut - wir hyperventilieren. Wenn wir das zu oft machen, erhalten wir in unserer Lunge ein Ungleichgewicht an CO2 und Sauerstoff. Dieses Ungleichgewicht würde auf Dauer zum einen unser gesamtes Stoffwechselsystem zerstören und ist gleichzeitig für die Degeneration unseres Immunsystems verantwortlich.
Nun kann man auch noch in einen Teufelskreis geraten, da man durch Stress zuviel atmet, man im Umkehrschluss durch zuviel atmen wiederum in Stress gerät. Sicher kennst du das - wenn du in Stress gerätst und dich auf eine ruhige Atmung konzentrierst, beruhigst du dich auch insgesamt. Hier läuft das Ganze umgekehrt. Da wir durch zuviel Stress oft zuviel geatmet haben, haben wir uns an dieses Ungleichgewicht von CO2 und Sauerstoff gewöhnt und halten dies für normal. Dadurch hätten wir das Gefühl, wenn wir normal atmen würden, viel zu wenig Luft zu haben. Dadurch gewöhnen wir uns an, zuviel zu atmen - zu hyperventilieren, was dann von unserem System so eingeordnet wird, als wären wir in Gefahr und erhalten dementsprechend Stressgefühle. So wie wir uns durch gezielt ruhige Atmung beruhigen, bringen wir uns durch die vermehrte Atmung in Stress. Zu allem Unglück träumt man dann auch noch schlecht und atmet auch nachts immens viel, ohne sich dabei körperlich zu bewegen, was dann wiederum das Ungleichgewicht von CO2 und Sauerstoff noch verschlimmert.
Wenn der Körper hier nicht aktiv eingreifen würde, würde sich das immer weiter aufschaukeln und auf Dauer die Lunge zersetzen. Also, was macht der Körper dagegen?
Er sorgt dafür, dass nicht so viel Luft aufgenommen werden kann. Er macht die Nasenhöhlen zu, die Stirnhöhlen, lässt einen nachts schnarchen, sorgt für Atemprobleme, Husten, verschleimte Bronchen, Asthma, Heuschnupfen, Krämpfe der Atemwege, Schleimproduktion (in Brust, Nase, Hals und Ohren) sowie Entzündungen (Schwellungen) der Schleimhäute in den Bronchien, Hautprobleme oder was auch immer. Wir nennen das dann Krankheit, aber in Wirklichkeit ist es der verzweifelte Versuch des Körpers, dem Stress entgegenzuwirken, den wir uns unnötigerweise selbst antun.
Hierzu gibt es mittlerweile wissenschaftliche Studien mit über 100.000 Probanten, die bestätigen, dass es zum Beispiel bei Asthma durch eine spezielle Atemmethode zu einer über 90%-igen Verbesserung kam.
Sicher fragst du dich jetzt, wie man herausfinden kann, ob man zuviel Luft benötigt - also ein Stressatmer ist. Hierzu gibt es einen sehr einfachen Test. Morgens, direkt nach dem Aufwachen machst du folgendes:
Du atmest ganz normal aus und hältst danach die Luft solange an, bis du den ersten Einatemimpuls erhältst. Dabei solltest du dir die Nase zuhalten und den Mund fest verschlossen haben. Mit einer Stoppuhr misst du die Zeit, wie lange du die Luft anhältst (wohlgemerkt nach dem AUSATMEN). Danach darfst du nicht das Gefühl von Atemnot haben und tief Luft holen oder schnell atmen, sondern du sollst einfach normal und ruhig weiteratmen. Diese Zeitspanne sollte länger als 40 Sekunden betragen. Wenn du jedoch bereits nach 20 Sekunden oder früher einen Einatemimpuls verspürst, kannst du davon ausgehen, dass du ständig zuviel atmest und unter einem latenten Dauerstress stehst.
Ich wünsche dir eine möglichst entspannte Zeit und denke bitte ab und zu daran mal wieder zu lachen!
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Am 7. Juli 2008 um 07:12 Uhr
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