Antriebslosigkeit
Freitag, den 23. Mai 2008 von Thomas KlühIn einer Studie wurden Kinder befragt, wie viel Zeit sie mit ihrem Vater verbringen würden. Kinder von erfolgreichen - im Arbeitsleben stehenden Männern, gaben viel mehr gemeinsame Zeit an, als Kinder von Arbeitslosen. Wie kann das sein? Arbeitslose hätten doch deutlich mehr Zeit!
Vorsicht, das ist nur eine Studie, die etwas über den Durchschnitt aussagt und nicht über den Einzelnen! Aber ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, wie schnell man ein eine Lethargie verfallen kann. Als ich damals meinen Job als Manager an den Nagel gehängt hatte, machte ich erst einmal eine Pause. Innerhalb kürzester Zeit war mir alles zuviel. Nur schlich sich das so ein, dass ich davon selbst nichts mitbekam. Doch als ich eines Morgens dachte:
„Jetzt gehe ich ins Fitnessstudio und nachher ins Solarium. Ne, lieber heute ins Studio und Morgen in die Sonne!”,
war mir klar, dass mir mittlerweile alles zuviel war. Dies hatte aber nichts mit einer Überforderung zu tun oder gar mit einem Burnout, nein ich hatte einfach nur kein Dopamin mehr im Blut und dadurch meinen Antrieb verloren. Hätte ich mich damals nicht sehr schnell wieder aus dieser Tretmühle rausgeholt, wäre ich in eine Depression gefallen.
In meinem Beitrag: „Botenstoffe” bin ich ja ausführlich auf den Serotoninmangel eingegangen. Ein Dopaminmangel ist aber genauso fatal und auch sehr schnell zu erreichen, wenn man sein Gefühlsleben dem Zufall überlässt.
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