Dankbarkeit 2

Dankbarkeit 2

Freitag, den 28. März 2008 von Thomas Klüh

In meinem Beitrag: “Dankbarkeit” bin ich ja bereits auf dieses Thema eingegangen.
Dieses Gefühl ist also nicht nur ein sehr schönes Gefühl für mich und demjenigen, dem ich dankbar bin, sondern es hat auch eine unmittelbare positive Auswirkung auf meine Realität, die ich erlebe.

Manchmal kann es einem jedoch passieren, dass man in folgende Falle tappt:
“Ich habe viel mehr für den andern getan, als er für mich, also muss er mir dankbar sein - das ist er mir schuldig!”, kann man sich einreden.
Dies ist ein absolutes Mangeldenken und macht nicht nur schlechte Gefühle, es zieht auch noch eine Realität mit Mangel nach sich.

Stelle dir einmal vor, Klaus und Egon (fiktive Namen) haben sich gegenseitig unterstützt. Klaus ist Egon dafür dankbar, Egon im Gegenzug jedoch nicht.
Ist das ungerecht?
Klaus hat zum einen schöne Gefühle und spürt zum andern auch die Fülle, sodass er zusätzlich auch noch Fülle in sein Leben ziehen wird. Egon würde in diesem Beispiel genau das Gegenteil erleben! Frust, Mangelgefühle und damit auch eine Mangelrealität.
Nun könnte Klaus in der selben Situation anstatt einfach nur dankbar zu sein, die Dankbarkeit von Egon einfordern:
“Es steht mir aber zu, dass du mir dankbar bist und wenn nicht, bin ich dir im Gegenzug auch nicht dankbar!”.
Er wärest sicher im Recht - was auch immer das heißt, aber somit wäre er genau so im Mangel.
Ich sehe das ganz anders. Es steht mir zu, dankbar zu sein und es steht mir auch zu, Fülle zu leben.

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2 Reaktionen zu “Dankbarkeit 2”

  1. Roland

    Zu Dankbarkeit möchte ich gerne folgendes beisteuern:

    DANKBARKEIT ist für mich eine wichtige Komponente bei der Realitätsgestaltung:

    Ich habe einen Wunsch …

    … ich stelle mir vor, das - was ich mir wünsche - bereits erhalten zu haben ..
    … ich freue mich über den - in Gedanken und Gefühlen - bereits erhaltenen Wunsch …
    … dann DANKE ich für die Erfüllung meines Wunsches, so als ob ich ihn bereits erfüllt bekommen habe …

    Da ein “Dankeschön” ja üblicherweise erst NACH dem Erhalt eines Geschenkes erfolgt,
    verstärkt dieses DANKE das Gefühl des bereits in Erfüllung gegangenen Wunsches.

    Diese Affirmation der “vollendeten Tatsache” plus der DANKBARKEIT, sendet eine starke Energie aus,
    die im feinstofflichen Bereich dafür sorgt, dass sich die Manifestation meines Wunsches einstellt.

    Salopp formuliert:
    Je dankbarer ich mich fühle (nicht intellektuell), desto mehr Dinge geschehen in meinem Leben,
    für die ich dankbar sein kann.

    DANKBARKEIT ist für mich auch ein Weg zum JETZT:

    Wann immer ich bei z.B. Meditation eine tiefe Dankbarkeit für mein bloßes SEIN spüre,
    führt mich dieses Gefühl (der Dankbarkeit) in eine absolute Gegenwärtigkeit.

    Ich erlebe aber auch den umgekehrten Prozess, dass beim “Erreichen” (ich mache da nichts, es geschieht)
    von Präsenz im Jetzt, sich automatisch auch (essentielle) Gefühle der Dankbarkeit einstellen.

    Liebe Grüße
    Roland

  2. Dankbarkeit und Stolz | Realitätsgestaltung

    [...] und Stolz. Thomas hat zum Thema Dankbarkeit ja schon zwei Beträge geschrieben (Dankbarkeit, Dankbarkeit 2), und ich möchte dem gern noch einen weiteren Gedanken [...]

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